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Falscher Terror in Kolumbien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Channing   
Dienstag, 12. September 2006

"Wie am Wochenende bekannt wurde, hat die kolumbianische Armee eine Serie von Terroranschlägen inszeniert, um Erfolge im Kampf gegen die linken Rebellen vorzuweisen.

Wenige Wochen vor der Amtseinführung des wieder gewählten Präsidenten Álvaro Uribe glich Kolumbiens Hauptstadt Bogotá einer Festung. Von Mitte Juli bis Anfang August hatten 30.000 Soldaten dafür Sorge zu tragen, dass sich nicht Szenen wie am 7. August 2002 wiederholen würden. Damals, während der ersten Amtseinführung, war es der marxistischen FARC-Guerilla gelungen, mehrere Raketen auf den Präsidentenpalast abzufeuern. Zwar verfehlten die meisten Projektile ihr Ziel. Im nahe gelegenen Armenviertel Cartucho forderten sie jedoch zahlreiche Todesopfer ..."

Quelle:
http://www.readers-edition.de/2006/09/11/falscher-terror-in-kolumbien/

Falscher “Terror” gegen die eigene Bevölkerung ist ein uralter und beliebter Trick von Regierungen, um die Meinung der eigenen Bevölkerung in eine gewünschte Richtung zu manipulieren.

Römische Politiker taten dies zum Beispiel beim Sklavenaufstand - angeführt von Spartakus - als sie die Fluchtmöglichkeiten der Sklavenarmee abschnitten, damit diese in einer blutigen Feldschlacht besiegt werden mußte. Dies hatte den Sinn, dass die Bevölkerung aus Dankbarkeit und aus Angst vor weiteren Vorfällen die Abschaffung der Republik zustimmen würde. Desweiteren wurde den Christen fälschlicherweise der Brand Roms angelastet.

Der Reichstagsbrand ist natürlich ein klassisches Beispiel für falschen Terror. Nazi-Deutschland suchte aber auch durch einen gefälschten Angriff auf den Sender Gleiwitz einen Vorwand, um den Angriff gegen Polen zu starten. Wenig bekannt ist der Mukden-Zwischenfall, bei dem japanische Offiziere eine Bahnlinie in der Mandschurei sprengten, um somit einen Kriegsvorwand zu bekommen. Die USA taten ähnliches, um den Spanisch-Amerikanischen Krieg zu starten, sowie im 2. Weltkrieg als Meldungen eines bevorstehendes Angriffes auf Pearl Harbor von den US-Geheimdiensten bewusst nicht weitergeleitet wurden, und wiederum, um in den Vietnamkrieg einzusteigen, wurden Radarortungen im Golf von Tonkin bewusst als angreifende, nordvietnamesische Torpedos fehlinterpretiert.

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